Café Größenwahn
Eine wahnsinnig lange und auszehrende Vorlesung oder ein Seminar, dessen spannendes Thema alle Konzentration schon am frühen Morgen aufsaugt. Oder eine durchgearbeitete Nacht, weil das Referat noch fertig werden musste, oder… Oder der Drang nach einem kurz währenden Ausstieg aus dem FHP Alltag, weil alle wieder alles von einem wollen und die Motivation auf dem Nullpunkt ist. Oder einfach nur schlechte Laune, weil die Seminare eben nicht spannend, die Vorlesung nicht auf Grund des Themas auszehrend war.
Was kann da verlockender sein, als der Ruf eines frisch aufgesetzten Kaffees, der nicht aus dem Mensaautomaten kommt und so schmeckt, als hätte jemand seine drei Wochen am Stück getragenen Socken als Aromaspender mit dem Kaffeepulver vermengt. (Dabei ist es übrigens egal, welchen Automaten der gestresste Student in der Mensa anpeilt.) Im Hintergrund gute Musik, die ihr auch noch selbst bestimmen könnt, dazu, je nach Bedarf, eine Zigarette. Das Glück auf Erden ist ein lauschiger Platz mitten in der FHP.
Willkommen im Café Größenwahn, dessen Charme in seinem immer irgendwie provisorisch anmutenden und alternativen Charakter liegt. Das es das Größenwahn gibt, ist einigen Studenten der ersten Stunden zu verdanken, die die Räumlichkeiten quasi über Nacht annektiert haben und Farbe in das ansonsten trostlose Ambiente des Standortes Friedrich Ebert Straße gebracht haben. Was kann also besser sein als ein Provisorium?
Wenn ihr eine Party aus irgendeinem Grund im Größenwahn feiern wollt, dann einfach an den Menschen herantreten, der gerade hinter dem Tresen steht. Der wird euer Anliegen zur nächsten Cafégruppensitzung anbringen und es folgt ein garantiert basisdemokratischer Positivbeschluss, der Bardienst eines Mitglieds der Cafégruppe ist hierbei inklusive.
Ach so, faire Preise gibt es obendrein.
- (Soli-Störtebeker-) Kaffee (inkl. Bio-Kuh- oder Soja-Milch) für 60 Cent,
- Capuccino,
- Kakao oder Espresso für 50 Cent,
- Tee für 30 Cent
- Afri-Cola 70 Cent,
- Kirsch-, Apfel- und O-Saft für 70 Cent,
- Malzbier für 1 EUR und
- Club-Mate für 1,15€!
Wer ein Bier braucht, der zahlt für Hasseröder und für Radler 1,20 EUR. Übrigens, dass Geld, das das Café einnimmt, wandert nicht etwa in die Taschen der Betreiber. Neben der Sicherung des Cafébetriebes werden studentische Projekte der FHP unterstützt.